Matthias Schlitte

Armwrestling in Mitteldeutschland

Mallorca Island of Law

Matthias Schlitte | 23. August 2009

27 Armwrestler aus 11 Nationen (darunter Schweden, Kanada, Tschechien und die USA) waren der Einladung von Neil Pickup für die International Armwrestling-Series „Armwars“ gefolgt. Diesmal war die Location jedoch nicht in einem Hotel oder einer alten Halle im verregneten England angesiedelt, gedrückt wurde in der mallorcinischen Stadt Can Picafort auf einer Bühne am Strand in mitten von hunderten schaulustigen Touristen. Bei diesem Event waren auch drei deutsche Armwrestler am Start: Katrin Mook und Kevin Berberich vom Club Over the Top Hanau sowie Matthias Schlitte vom VfL Wolfsburg. Die drei Sportler waren angereist, um ihr Land trotz beinharter Konkurrenz würdig zu vertreten und dies ist ihnen auch gelungen!
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Katrin Mook musste sich am Samstag zunächst mit dem rechten Arm gegen die erfahrene US-Schwedin Emma Clark mit 4 zu 2 geschlagen geben. Im darauf folgenden Supermatch trotzte die deutsche Meisterin aber dann der deutlich schwereren Norwegerin Sandra Rödland ein grandioses 3 zu 3 Unentschieden ab. Am Sonntag setzte die 25-Jährige sogar noch eins drauf, mit dem linken Arm ließ sie der Norwegerin keine Chance und besiegte die mehrfache norwegische und skandinavische Meisterin mit 6 zu 0.Katrin schlug die schwedische Jugend-Weltmeisterin Carolina Petersson im Anschluss deutlich mit 4 zu 2 und konnte sich damit das nötige Selbstvertrauen für die WM in drei Wochen holen.
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Kevin Berberich kämpfte zunächst mit dem rechten Arm gegen den englischen Altmeister Steve Rogers. Der Deutsche trotzte dem EX-Weltmeister in einem spektakulären Fight zunächst ein 3 zu 3 Unentschieden ab. Im Entscheidungskampf verlor der Hanauer dann allerdings trotz frenetischer Anfeuerungsrufe durch die deutschen Fans mit 4 zu 3. Diese knappe Niederlage zeigt jedoch wie toll sich Kevin Berberich in den vergangenen Jahren entwickelt hat und beweist, dass der Hanauer auch in Zukunft zu den Favoriten in seiner Klasse zählen wird. Im selben Duell mit dem linken Arm konnte Kevin am folgenden Tag zwar einige Glanzpunkte setzen, musste sich jedoch am Ende mit 6 zu 0 gegen den deutlich schweren Briten Rogers geschlagen geben.
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Matthias Schlitte sollte zunächst gegen den bulgarischen Champion Kiril Bogdanski antreten, leider war dieser auf Grund von Verbandsquerelen nicht angereist. Da ein weiterer Kampf gegen den Europameisterschafts-Fünften Jose Aravelo keinen Sinn gemacht hätte (Schlitte besiegte den Spanier bereits beim letzten Arm Wars-Event mit 6 zu 0), galt es nun den Ex-Vizeweltmeister Andy Barker zu besiegen. In diesem 6-Runden-Match konnte der Wolfsburger zunächst gut mithalten, konnte den Briten jedoch nicht pinnen. In der dritten Runde geschah es dann, nach einem wahren Marathonmatch verletzte sich Schlitte leicht am Unterarm. Danach konnte der Deutsche Meister nicht mehr viel gegen die höhere Maximalkraft von Barker ausrichten- 6:0. Trotz des deutlichen Resultats zeigte sich Matthias nicht enttäuscht, schließlich hatte er mit seinen 71kg dem Mann aus Nordengland mit 87kg sein ganzes Können abverlangt.
Der Wettbewerb wurde von einer perfekten Organisation und super Stimmung begleitet. Alle drei deutschen Athleten werden auch bei der Weltmeisterschaft im September in Italien an den Start gehen. Die Resultate zeigen, dass sie auch hier für einige Überraschungen gut sein werden.

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Mein Erfahrungsbericht zur Eurosport-Moderation

Matthias Schlitte | 13. August 2009

Seit 2004 bin ich mit Leib und Seele Armwrestler. Meine sportliche Karriere begann im Februar 2004 bei einem Amateur-Turnier in Haldensleben. Seither konnte ich vier Deutsche Meistertitel und vier internationale Meistertitel gewinnen, außerdem nahm ich an drei Europameisterschaften und einer Weltmeisterschaft teil. Im Frühjahr 2009 rückte dann meine Sportart Armwrestling in den medialen Fokus, Eurosport strahlt jeden Montag um 20.30 Uhr das Magazin „International Armwrestling“ aus. Moderiert wird diese Sendung vom ZDF-Boxmoderator und Sportjournalist Alexander von der Groeben. Da ich die meisten Athleten der Wettkampf-Serie „Armwars“, die in England produziert wird, persönlich kenne und auch schon einige Male dort an den Start ging, nahm von der Groeben schnell mit mir Kontakt auf. Er machte mir dann den Vorschlag, gemeinsam mit ihm die Sendung live zu kommentieren.

Von der Groeben und Schlitte

Von der Groeben und Schlitte

Am vergangenen Montag war es dann soweit. Wir trafen uns 1.5 Stunden vor Sendebeginn im Hamburger Eurosport-Studio. An der Eingangstür begrüßte mich gleich Alexander von der Groeben und wir gingen direkt ins Aufnahmestudio. Dort saßen wir nebeneinander vor drei großen Flachbildschirmen, welche das aktuelle Eurosport-Programm zeigen. Das Programm wird direkt ohne Kommentar aus der Eurosport-Zentrale in Paris eingespielt. Vor der Sendung besprachen wir zunächst, welche Armwrestler am Start sind und unsere Stimmen wurden von der Pariser Regie eingepegelt. Um 20.30 Uhr startete schließlich „International Armwrestling“. Die französische Regisseurin gab uns über Kopfhörer vorher Anweisungen, in wie vielen Sekunden die Sendung beginnt und wann ein Werbeblock eingespielt wird. Dann ging es los: Von der Groeben stellte mich als Armwrestling-Experten vor und wir kommentierten gemeinsam live die drei Spitzenduelle. Die Zeit verging wie im Flug und ehe ich mich versah, war das Magazin auch schon vorbei. Meine anfängliche Nervosität verging schnell und obwohl wir ja den Sendeablauf vorher nicht absprechen konnten, harmonierten unsere Kommentare super. Die Erfahrung, mal auf der anderen Seite zu stehen und nicht selbst zu kämpfen, sondern zu erklären und bewerten, fand ich Spitzen! Sogar der Leiter der Kommentatorenstelle von Eurosport Ingolf Cartsburg schrieb mir, dass ihm unser gemeinsames Kommentieren sehr gut gefallen hat und ich zu jeder Zeit herzlich willkommen bin.

Quelle: Volksstimme 12.08.2009

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